Die Magie in den römischen Strafrechtsfällen

Von Richtern, Tätern und Dämonen

von Matthias Niedermayer

Das Buch

Im Jahre 16 n. Chr. wird Marcus Scribonius Libo Drusus in den Suizid getrieben, da er geplant habe, die Schatten der Unterwelt auf den Kaiser Tiberius, die Thronfolger und ausgewählte Senatoren zu hetzen; im Jahre 24 n. Chr. die Fabia Numantina vom Vorwurf freigesprochen, sie habe mittels magischer Mittel ihren geschiedenen Ehemann dazu gebracht, seine nunmehrige Ehefrau in den Tod zu stürzen; und im Jahre 138 n. Chr. wird Lucius Julius Ursus Servianus, nach der Hinrichtung seines Enkels und bevor er sich selbst entleibt, den Kaiser Hadrian verfluchen, der ihnen beiden ob der Konsultation von Wahrsagern den Vorwurf machte, sie hätten ihre Thronaspirationen mittels hochverräterischer Mittel verfolgt.

Was kann man über das Schicksal eines jeden von ihnen, aber auch zahlreicher anderer Menschen der Antike aussagen, die unter dem Vorwurf, sie betrieben Zauberei oder Wahrsagerei, in der Fänge der römischen Strafjustiz gerieten, wenn man es für sich genommen betrachtet, die Schicksale aber auch miteinander vergleicht und in Kontext zu den Zeugnissen diesbezüglicher römischer Strafrechtsentwicklung setzt? Und kann man schlussendlich Aussagen über das sie einende Band des Bestehens magischer Vorstellungen treffen? – Dies ist der Weg, den das vorliegende Werk beschreitet.

Der Autor

Mit der dieser Untersuchung zugrunde liegenden Dissertation wurde der Autor 2013 an der Universität Regensburg promoviert.

Die Besprechungen

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Die Zahlen

  • Erschienen: 1. Juli 2017
  • Leineneinband in Fadenheftung
  • 366 S.
  • ISBN: 978-3-940598-34-9
  • Preis: 78 € (D); 82 € (A); 86 CHF (CH)
  • Bestellbar direkt im Verlag oder in jeder interessierten Buchhandlung
  • Versand innerhalb von D kostenlos; ins Ausland zzgl. Portokosten

Bildquellen

  • Magie in Strafrechtsfällen (Pietas 8): Jörn Kobes